Theatergruppe

Theaterprojekt Parzival | Theaterprojekt Verrücktes Blut
 

Theaterprojekt Parzival

Die Theatergruppe der Section d'allemand hat das Stück drei Mal gespielt: am 9. Mai und am 14. Oktober 2014 im Théâtre La Grange de Drigny und am 16. Mai 2014 im Rahmen des »Commedia«, festival de théâtre universitaire.

Text: Lukas Bärfuss 

Regie: Rebecca Frey und Malou Ockenfels

Übersetzung Übertitel: Stéphanie Brändly

Besetzung: Valentin Decoppet, Pascal Guignard, Kendra Simons, Maria Magnin, Sophie Müller, Raffael Hochreuthener, Marek Chojecki, Cathy Rime, David Lobsiger

Ein Junge wächst im Wald auf, in einer Einöde, allein mit seiner Mutter, die ihm die Welt vorenthält. Doch eines Tages trifft er auf Ritter, verwechselt sie mit Gott und hört von König Artus. Neugierig macht er sich auf, um die Welt kennen zu lernen und auch ein Ritter zu werden. Seine Mutter gibt ihm ein ein Narrenkleid und eine Kappe mit Schellen auf den Weg, um ihr Kind vor dieser Welt, die ihr den Mann geraubt hat, zu schützen.

Lukas Bärfuss gehört zu den wichtigsten Schweizer Schriftsteller und Dramaturgen unserer Zeit. Er basiert seinen PARZIVAL auf den mittelalterlichen Roman von Wolfram von Eschenbach, der die Entwickliung des Titelhelden vom naiven Jungen im Narrenkleid zum Gralskönig erzählt. In Bärfuss’ Sprache erhält die Geschichte viel Komik und einen Hauch Absurdität. Vor allem aber stellt er die Frage: Parzival entdeckt, fragt, macht Fehler, verzweifelt, lernt, verstehnt nicht, und trotzdem ist er der Erlöser. Warum?

Theaterprojekt Verrücktes Blut

Das Stück wurde am 28. April 2015 im Théâtre de la Grange de Dorigny auf dem Campus der Universität Lausanne aufgeführt.

Text: Nurkan Erpulat, Jens Hillje

Regie: Sylvain Amos und Véronique Walzer

Besetzung: Sylvain Amos, Delphine Buffat, Rebecca Frey, Laurianne Heym, David Lobsinger, Maria Magnin, Sophie Müller, Kendra Simons

Junge Männer mit Hintergrund versetzen die deutsche Gesellschaft im Kampf um die abendländische Zivilisation in Angst und Schrecken. Ihr Hintergrund ist meist ein migrantischer, muslimischer oder bildungsferner, oft mit türkischen oder arabischen Wurzeln. Dann zwingen diese Männer ihre Frauen, Kopftuch zu tragen und statt zu arbeiten oder sich zu bilden, zeugen die Integrationsverweigerer ununterbrochen weitere Kopftuchmädchen. Soweit die gängigen Klischees in der zeitgenössischen »Integrationsdebatte«. Die einzige Hoffnung auf Rettung vor dem Untergang richtet sich nun auf die gute alte deutsche Schule, also: Bildung, Bildung, Bildung!!!
Eine Lehrerin bekommt eines Tages eine einzigartige Chance: Sie versucht ihren disziplinlosen Schülern gerade Friedrich Schillers idealistische Vorstellungen vom Menschen nahe zu bringen, als ihr eine Pistole in die Hände fällt, eine echte! Kurz zögert sie, dann nimmt sie ihre Schüler als Geiseln und zwingt sie mit vorgehaltener Waffe, auf die Schulbühne zu treten und zu spielen.
Mit dieser Geiselnahme beginnt ein abgründiger Tanz der Genres vom Thriller über die Komödie zum Melodrama und die lustvolle Dekonstruktion aller vermeintlich klaren Identitäten.

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